Wissenstransfer

Wissenstransfer in die Wissenschaft

Über internationale Publikationsaktivitäten, Tagungsteilnahmen, Workshops, Konferenzen, eingeladene Vorträge an anderen Forschungsorganisationen weltweit und Mitwirkung in Peer-Review-Verfahren und Gremien der internationalen Scientific Community tragen unsere wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Wissenstransfer und zur internationalen Sichtbarkeit des Arbeitsbereichs bei.
Die entsprechenden Tätigkeiten und Aktivitäten finden sich auf den Teamseiten.

Ein besonderes Highlight für unseren ganzen Arbeitsbereich ist die erfolgreiche Einwerbung der internationalen Jahreskonferenz der European Social Simulation Association ESSA, die wir in 2019 an der JGU organisieren werden.

 

Wissenstransfer in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Darüber hinaus birgt die spezifische Ausrichtung des Arbeitsbereichs jedoch Potentiale des Wissenstransfers in den Feldern Innovationspolitik und Innovationsmanagement, deren gesellschaftlicher Impact bereits in diversen Anwendungskontexten erprobt werden konnte.

Wissenstransfer-Aktivitäten unseres Arbeitsbereichs richten sich darauf,

  • empirische Bestandsaufnahmen und Benchmarking (Impact Assessment) im Hinblick auf die Umsetzung, den Gebrauch existierender Technologien und das Funktionieren bestehender Innovationsbereiche bezüglich ihrer ökonomischen, politischen, sozialen, rechtlichen und kulturellen Rahmenbedingungen durchzuführen
  • Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten von neuen Technologien und Innovationen vorausschauend zu analysieren und die damit verbundenen Chancen und Risiken zu identifizieren
  • Ex-Ante-Evaluation von Zukunftsszenarios für neue Technologiefelder und Innovationsbereiche bereitzustellen (u.a. Frühwarnsystem zur Abmilderung und Vermeidung von Risiken; „First-Mover Advantage“ zur Nutzung von Chancen)
  • sowie auf dieser Grundlage Handlungs- und Gestaltungsoptionen für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger zu entwickeln.

Unser Simulations-Ansatz im TISSS Lab hilft, Entscheidungsprozesse in Technik und Innovation als Szenarien „vorwegzunehmen“, sie artifiziell zu konstruieren, mit ihnen zu experimentieren, die experimentellen Ergebnisse zu analysieren, zu bewerten und in Planungsmaßnahmen für die empirische Implementierung zu übersetzen.

Der Track Record unseres erfahrenen Teams umfasst hier ein breites Portfolio erfolgreich abgeschlossener Politik- und Organisationsberatungsprojekte - sowohl im Rahmen normaler Forschungsprojekte als auch als Auftragsforschung oder als kommerzielle Dienstleistung.

 

Drei exemplarische Fall-Beispiele für wissenschaftliche Politik- und Organisationsberatung mit praxisrelevanten Fragestellungen:

  • Was bewirkt das Einbinden zivilgesellschaftlicher Akteure in europäische Forschung und Innovation zur Beförderung verantwortlicher Technologieproduktion?

Simulationsstudie im EU-Projekt „Governance of Responsible Innovation“ GREAT;
Leitung: Prof. Dr. Petra Ahrweiler; Bearbeitung: Dr. Michel Schilperoord; Kooperationspartner: Prof. Dr. Nigel Gilbert, Prof. Dr. Andreas Pyka
Zusammenfassung in EuroScientist

 

  • Was bewirkt eine Förderpriorisierung von bestimmten Technologiebereichen? Was bewirkt die verstärkte Einbindung von forschungsintensiven Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) in HighTech-Forschung?

Auftragsstudie für die Europäische Kommission „Impact Assessment des 7. Forschungsrahmenprogramms und Ex-Ante-Evaluation von Horizon 2020 im IKT-Bereich SMART 2010/0025“;
Leitung: Prof. Dr. Petra Ahrweiler; Bearbeitung: Dr. Michel Schilperoord; Kooperationspartner: Prof. Dr. Nigel Gilbert, Prof. Dr. Andreas Pyka
Zusammenfassung in JASSS

 

  • Wie wirken sich verschiedene Modelle von Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Industrie auf den Innovationserfolg aus? Wie wirken sich Innovationsbedingungen auf das Entscheidungsverhalten von Entrepreneuren aus?

Simulationsstudie im PRTLI-Programm der irischen Regierung „Innovation Policy Simulation for the Smart Economy“ IPSE;
Leitung: Prof. Dr. Petra Ahrweiler; Bearbeitung: Dr. Michel Schilperoord
Zusammenfassung in NESTA-Feature

 

Außerdem haben wir verschiedene Studien durchgeführt, die sich für einzelnen Organisationen als Kunden (Universitäten, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen) damit beschäftigen, was passieren würde, wenn eine Organisation ihre bisherige Innovationsstrategie ändert (z.B. mehr Open Innovation betreibt).

Obgleich einige dieser Studien ebenfalls zu wissenschaftlichen Publikationen geführt haben, z.B. zur Bewertung unterschiedlicher Kooperationsstrategien für Innovationserfolg, informieren die Ergebnisse in erster Linie den Auftraggeber.